Nach Pech folgt Glück
Der FC Eschenbach bleibt mit dem Auswärtssieg in Hergiswil weiterhin in Tuchfühlung mit der Tabellenspitze. Trainer Jörg Portmanns Aussage schon früh in der Saison 2010/11 ("Die ersten 30 Punkte sind gegen den Abstieg") sind nun Tatsache.

Autor: Peter Helfenstein                                                                                                                  Foto (Archiv): regiofussball.ch
Die 1. Halbzeit in Hergiswil schlug keine grossen Wellen. Auf dem recht holperigen Terrain (etwas bessere Platzver-hältnisse als auf dem Weiherhus) tasteten sich die beiden Kontrahenten gegenseitig ab. Die erste nennenswerte Gefahr war ein scharf gezogener Eckball von Marcel Limacher (Es sollte nicht der einzige gefährliche Corner oder Freistoss von ihm in dieser Partie sein). Ein erster Warnschuss kam kurz darauf vom "Seetaler" in den Reihen von Hergiswil Kim Marolf. Der Führungstreffer kam in der 32. Min. etwas überraschend: Mario Sager setzte nach einem Steilpass zu einer seiner bekannten Finte an und bezwang Weltert mit einem Flachschuss. Dieser Treffer gab Eschenbach eine Portion Sicherheit, die allerdings nicht lange währte.
Nach einem weiteren gefährlichen Freistoss von Limacher nützten die Einheimischen eine Hereingabe mit einem Flach-schuss zum gerechten Untentschieden. In der Folge traten die Eschenbacher unsicher und etwas schockiert auf. Die sonst so beeindruckende Ordnung im Team blieb aus. Es kam, wie es kommen musste: Torhüter Amhof konnte einen heranstürmenden Hergiswiler nur mittels Foul stoppen und Huez verwandelte den fälligen Penalty sicher. Beinahe wäre es den Gästen kurz darauf noch schlimmer ergangen: Nach einem Lobball eines Hergiswilers glänzende der weit vor dem Tor stehenden Amhof mit einer sehenswerten Parade.
Der FC Eschenbach erholte sich und erzielte nach knapp 80 Minuten durch Marc Muggli den Ausgleich (Hereingabe von Mario Sager). Beide Mannschaften schienen nun mit dem Unentschieden zufrieden zu sein, was dem Spielverlauf auch entsprochen hätte, auch nach dem Alleingang von Philipp Jermann auf Torhüter Weltert, auch nach dem Pfostenschuss des Hergiswilers Eberhard.
Schlussendlich blieb das Glück aber auf Eschenbacher Seite: Limacher zirkelte einen seiner bekannten Freistösse wiederholt scharf und präzis in den gegnerischen Strafraum, wo Sämi Stauber im richtigen Moment hochstieg und mit einem sehenswerten Kopfball die Gäste kurz vor Schluss in Führung brachte.
Glück und Pech stehen auch im Fussball manchmal nahe beieinander: Nach der unglücklichen Niederlage gegen Sursee vor Wochenfrist stellte der FC Eschenbach mit dem Spiel in Hergiswil die Balance wieder her.
Ein zufriedener Trainer Jörg Portmann zu seiner Aussage (Die ersten 30 Punkte sind gegen den Abstieg): "Die Aussage kurz nach Meisterschaftsbeginn stimmt so. Der Druck mit erreichten 30 Punkten 10 Spiele vor Schluss ist vorerst weg. Mit dieser komfortablen Situation können wir uns auf in Zukunft weiterhin fussballerisch verbessern, Automatismen können vertieft werden, auch in Hinblick auf die nächste Saison. Natürlich wollen wir unsere tolle Vorrunde bestätigen."
Wer den Ehrgeiz und die Teamfähigkeit dieser Mannschaft kennt, zweifelt nicht an diesen Zukunftsperspektiven.

